Pressemeldung zu den Präsidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik

Pressemeldung vom 26.04.2012:

Dominikanische Republik: Die Präsidentschaftskandidaten sollen dringend zu Menschenrechtsfragen Stellung beziehen.

Die Präsidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik stellen eine „außergewöhnliche Gelegenheit“ im Kampf für die Menschenrechte da, bekräftigte Amnesty International, als es die Kandidaten dringlich dazu aufforderte, öffentlich zu einer Reihe von Themen wie dem alarmierenden Anstieg an Tötungen durch Polizeibeamtinnen und -beamte, Gewalt gegen Frauen und den Misshandlung von Migranten Stellung zu beziehen.

Ein offener Brief legt eine Reihe von Empfehlungen an die Präsidentschaftskandidaten offen, darunter auch die Notwendigkeit einer umfassenden Polizeireform, der Ernennung eines Ombudsmanns und der Bereitstellung effektiver Wiedergutmachungsmaßnahmen im Bereich genderbasierte Gewalt, Misshandlung von Migranten, Verweigerung von Ausweispapieren für Dominikanerinnen und Dominikaner haitianischer Herkunft und Zwangsräumungen.


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Ein Polizeibeamter verhaftet zwei Männer in San Juan de la Maguana, 2011.© Amnesty International

NEUER BERICHT ZU MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN DURCH DIE POLIZEI IN DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

In der Dominikanischen Republik kommt es zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen durch Beamtinnen und Beamte der Polizei. Die Opfer und ihre Familien sehen sich zahlreichen Hindernissen ausgesetzt, denn Straflosigkeit ist vorherrschend und die Kontrollmechanismen haben ein Überhandnehmen von Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei gar begünstigt.

Unter der Rubrik "Downloads" finden Sie eine inoffizielle Kurzversion und eine längere Zusammenfassung des Berichts in deutscher Sprache. Eine Aktionspostkarte wird in Kürze bereit gestellt.

Eine Aktionspostkarte zum Bericht liegt vor und kann bei der Ländergruppe angefragt werden.

Aktuell:
Amnesty International wird dem Menschenrechtskommittee hinsichtlich der anstehenden Überprüfung des fünften Berichts der Dominikanischen Republik zur Implementierung des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte eine Vorlage unterbreiten. Das Dokument betont die wichtigsten Punkte bezüglich der Bedenken Amnesty Internationals gegenüber immer noch verbreiteter Menschenrechtsverletzungen in der Dominikanischen Republik.

Zur Vorlage.
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© Privat

Amnesty International betrauert den Tod von Sonia Pierre, einer bedeutenden Menschenrechtsaktivistin

Amnesty International trauert um Sonia Pierre, die am 4. Dezember einem Herzinfarkt erlag. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Sie war eine bedeutende Menschenrechtsaktivistin in der Region der Americas, die unermüdlich für die Rechte von Frauen und ein Ende der Diskriminierung von haitianischen Migranten und von Menschen haitianischer Abstammung kämpfte. Sie war die geschäftsführende Direktorin der Menschenrechtsorganisation "Bewegung für dominikanisch-haitianische Frauen"(Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas, MUDHA).

Wir haben einige Jahre mit Sonia Pierre zusammengearbeitet. Ihr Mut, ihr Einsatz, ihre Beharrlichkeit und ihr Engagement für eine Überwindung der Diskriminierung aufgrund von ethnischer oder geschlechtlicher Zugehörigkeit werden immer eine große Inspiration für uns alle sein. Trotz der Bedrohungen und Belästigungen, die sie und ihre Kinder aufgrund ihrer Arbeit für ein Ende der Diskriminierung gegenüber der haitianischen Gemeinschaft in der Dominikanischen Republik erdulden mussten, verlor sie nie ihre Energie, ihren Fokus und ihren Antrieb.

Wir haben eine außergewöhnliche Frau und Menschenrechtsaktivistin verloren, aber ihre Erinnerung bleibt in uns allen lebendig. Ihr Gedächtnis ermutigt uns, uns weiterhin für eine volle Verwirklichung der Menschenrechte ohne jegliche Art der Diskriminierung und für die Anerkennung und den Schutz aller Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten in der Dominikanischen Republik und anderswo in den Americas einzusetzen.
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